Die Schweiz importiert rund 72 % ihres Süsswasserfischbedarfs.
Die Initianten beabsichtigen die Gründung der Genossenschaft Blaue Landwirtschaft Schweiz. Die Genossenschaft soll den Süsswasserfischmarkt fördern und die Aquakultur- und Aquaponik-Produzenten in ihrer Entfaltung unterstützen, damit mehr Fisch aus dem eigenen Land kommt. Getragen von allen, die mitmachen.
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Warum 72 Prozent Import kein Zufall sind.
Die Initiative beginnt nicht bei null. Seit 2017 wurden in der Schweiz wichtige fachliche, marktbezogene, organisatorische und ökologische Grundlagen erarbeitet. Was fehlt, ist eine Struktur, die diese Arbeiten sowie die volkswirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren zusammenführt.
Dem Schweizer Fleischsektor stehen jährlich rund CHF 5–6 Mio. für die Absatzförderung zur Verfügung. Im Aquakultur-/Aquaponiksektor fehlen vergleichbare Mittel. Kurz: Dem Aquakultur- und Aquaponiksektor fehlen eine gemeinsame Stimme, nationale Sichtbarkeit und eine starke Förderplattform.
Was passiert, wenn internationale Lieferketten plötzlich ausfallen?
Wenn internationale Lieferketten plötzlich ausfallen, können folgende Auswirkungen auftreten: Produktionsverzögerungen, erhöhte Kosten, unzufriedene Kunden, Verlust von Kunden und Reputationsschaden. Die Lösungen für Lieferkettenprobleme umfassen eine Vielzahl von Ansätzen, die darauf abzielen, die Effizienz und Stabilität der Lieferketten zu verbessern. Die Strategie der Initianten heisst: Mit dem angestrebten Ausbau der Schweizer Süsswasserfischwirtschaft soll jährlich rund CHF 45 Mio. zusätzliche Bruttowertschöpfung entstehen.
Wo wir heute stehen
Die erste Aufgabe ist die Erstellung der unabhängigen Tragfähigkeitsstudie im Sinne der Prävention. Diese Grundlage soll zeigen, was realistisch machbar ist, wo Investitionen sinnvoll sind und welche Voraussetzungen zuerst geschaffen werden müssen. Darauf aufbauend entstehen verbindliche Entwicklungsschritte:
- Gründung der Genossenschaft 2027. Mit den künftigen Mitgliedern werden wir gemeinsame Ziele und priorisierte Entwicklungspfade anstossen
- koordinierte Marktkommunikation und nationale Absatzförderung
- digitale Daten-, Vermarktungs- und Matchmaking-Strukturen
- Vermittlung und Bündelung von Investitionen
- gemeinsame Markt-, Bildungs- und Innovationsprojekte
- jährliches Wirkungsmonitoring mit transparenten Indikatoren
Bis dahin führt die Soziator GmbH die Initiative.
Rund 72 Prozent Import. Rund 24 Prozent kommerzielles Inlandangebot.
Die belastbare Süsswasser-Planungsbasis umfasst jährlich rund 12'600 Tonnen: etwa 9'100 Tonnen Importe, rund 3'030 Tonnen kommerzielles Inlandangebot aus Berufsfischerei und Fischzucht sowie rund 480 Tonnen Freizeitfang. Damit stammen rund 72 % aus Importen, rund 24 % aus kommerzieller Schweizer Bereitstellung und rund 4 % aus Eigenfang. Der Schweiz entgeht dadurch eine jährliche Bruttowertschöpfung im Inland von rund CHF 45 Mio. pro Jahr.
- 72 % Import
- 24 % kommerzielles Inlandangebot
- 4 % Freizeitfang
Fünf Gründe, warum die Schweiz ihre Süsswasserfischversorgung neu denkt.
Weniger Importabhängigkeit
Ein kommerzielles Inlandangebot von rund 44 statt 24 Prozent macht die Versorgung stabiler und reduziert den Importanteil von rund 72 auf 52 Prozent. Damit werden jährlich rund 2'520 Tonnen zusätzliche Schweizer Produktion aufgebaut und rund 28 Prozent der heutigen Süsswasserfischimporte ersetzt. Wir schätzen, dass CHF 40–50 Mio. zusätzliche Bruttowertschöpfung pro Jahr, rund 100–200 neue Arbeitsplätze und zusätzliche direkte Steuereinnahmen für Gemeinden, Kantone und Bund generiert werden können. «Die Tragfähigkeitsstudie soll der Politik und Wirtschaft eine verbindliche Entscheidungsgrundlage geben.»
Produktion im Kreislauf
Moderne Kreislaufanlagen (RAS) können bis zu 99 Prozent des Prozesswassers wiederverwenden. Wasser wird gereinigt und erneut dem Produktionskreislauf zugeführt. Dadurch sinkt der Frischwasserbedarf erheblich und der Eintrag von Nährstoffen in natürliche Gewässer kann reduziert werden.
Mehr erreichen als allein
Die Genossenschaft wird ihren Mitgliedern gehören und die Wertschöpfungskette vom Produzenten bis zum Konsumenten verbinden. Mitglieder erhalten Zugang zu Studien und zu einer gemeinsamen Matchmaking-Verkaufsplattform. Als künftige Lobbyistin gegenüber Politik und Verwaltung gibt die Genossenschaft ihren Mitgliedern eine starke Stimme nach aussen sowie Zugang zu Finanzierungen.
Vorausschauend Versorgungssicherheit stärken
Als erstes Projekt ist eine nationale unabhängige Tragfähigkeitsstudie geplant. Diese Studie soll Politik und Wirtschaft eine belastbare Entscheidungsgrundlage geben, um die Schweizer Süsswasserfischversorgung langfristig widerstandsfähiger zu gestalten. Vorsorge kostet weniger als Krisenmanagement.
Klima-, umwelt- und ressourcenschonender produzieren
Fisch kann im Vergleich zu Rindfleisch mit deutlich weniger Fläche, Futter und Wasser produziert werden. Moderne Kreislauf- und Aquaponikanlagen ermöglichen zudem eine regionale Produktion mit kurzen Transportwegen, kontrollierten Stoffkreisläufen und einer gezielten Wiederverwendung von Wasser und Nährstoffen. Auch der Energie- und Klimaeffekt kann gegenüber der Rindfleischproduktion deutlich günstiger ausfallen, wenn die Anlagen effizient betrieben und mit erneuerbarem Strom, Wärmerückgewinnung oder verfügbarer Abwärme versorgt werden. Wie gross der Vorteil tatsächlich ist, hängt von Fischart, Futtermittel, Wassertemperatur, Anlagentechnik und Energiequelle ab. Das Ziel lautet deshalb nicht einfach mehr Schweizer Fisch, sondern mehr Schweizer Süsswasserfisch mit möglichst geringer zusätzlicher Energie-, Wasser-, Futter- und Importabhängigkeit.
Von rund 24 % auf rund 44 % kommerzielles Schweizer Süsswasserfisch-Angebot.
Mehr Fisch aus Schweizer Produktion, weniger Abhängigkeit vom Import. Wir ersetzen den Markt nicht. Wir entwickeln ihn zukunftsfähig.
Kommerzielles Schweizer Süsswasserfischangebot an der Planungsbasis.
Ausbau des kommerziellen Inlandangebots von ca. 3'030 t auf ca. 5'550 t.
zusätzliche jährliche Bruttowertschöpfung im Inland.
Ein Marktanteil, der die ganze Schweiz stärkt.
Eine Erhöhung des kommerziellen Inlandangebots von rund 24 auf rund 44 Prozent ist mehr als eine Zahl. Sie schafft zusätzliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Schweiz und reduziert die heutige Importmenge um rund 28 Prozent.
neue Arbeitsplätze in Produktion, Verarbeitung, Logistik und Handel
zusätzliche direkte Steuern pro Jahr (Planungsspanne)
zusätzlicher Standortbedarf für Aquakultur-/Aquaponikanlagen und Nebenflächen
der bestehenden Arbeitszonen der Schweiz
Planungsschätzungen. Die definitiven Werte hängen unter anderem von Artenmix, Produktionsverfahren, Automatisierungsgrad, Verarbeitungstiefe, Lohnniveau, Standort und Anlagenauslastung ab.
Wirkung, die sich nachrechnen lässt.
Wir wollen genossenschaftliche Verbindlichkeit, Investitionen und nationale Marktentwicklung systemisch erfassen und strukturell zusammenführen. Ein indikatorenbasiertes Monitoring soll Jahr für Jahr zeigen, wie sich der Schweizer Fischmarkt entwickelt, und den Impact dieser Entwicklung nachweisen. Ein starker Fokus auf Nachhaltigkeit und Risikomanagement ist für Investoren essenziell. Deshalb soll jährlich ein «Aquakultur Investment Report» erscheinen, erste Auflage 2029.
Das Manifest hinter der Initiative
Warum die Soziator GmbH eine ganze Branche neu denkt. Und wie aus einer einfachen Erkenntnis eine nationale Genossenschaft werden soll.
Unterzeichnen Sie die Charta.
Sagen Sie uns, in welcher Rolle Sie dabei sind. Oder reservieren Sie unverbindlich Anteilscheine der künftigen Genossenschaft, zu je CHF 600.